Freitag, 18. April 2014

Netrebko vs. Messi

Während die Kultur in Österreich mit 830 Millionen Euro (Bundesanteil, mit Ländern und Gemeinden steigt der Betrag auf 2,5 Milliarden  unterstützt wird, erhält der Sport von Herrn Minister Klug (Hauptberuf: Minister für Landesverteidigung; Nebenbeschäftigung und Hobby: Sportminister) rund 136 Millionen Euro. Warum die Staatsoper Weltruhm hat und das österreichische Fußball-Nationalteam auf Rang 40 platziert ist, wird dann schnell klar.

Das ist aber nicht das eigentliche Problem. Die wirkliche Herausforderung besteht im Umstand, dass unsere Kinder den Sport brauchen. Darüber ist schon sehr viel geschrieben worden, alleine es wird immer schlimmer.

In meiner Schulzeit hatten wir noch 4 Stunden „Leibesübungen“ pro Woche. Und am Nachmittag waren wir im Park spielen, laufen, klettern, rodeln usw. ALLEINE. Ausgepowert, aber happy fielen wir abends müde ins Bett.

Don´t get me wrong: Die gute alte Zeit zu beschwören ist nicht meins. Aber wenn Nachwuchstrainer im Fußball den Kids Purzelbäume beibringen müssen, läuft irgendetwas schief. 

Irgendjemand in den oberen Etagen der politischen Entscheidungsträger muss doch noch ein letztes Fünkchen Grips haben, und erkennen, dass Investitionen in den Sport Früchte in der Zukunft tragen werden.

Natürlich sind die Mittel knapp. Die Ausgaben für die Umwegfinanzierung von Yachten kroatischer Möchtegern-Oligarchen (schlag nach bei Hypo-Alpe-Adria) beschneiden unsere Möglichkeiten.

Aber: Mit Good-Will, Leidenschaft, Kreativität und Intelligenz findet man sicher Mittel und Wege, den Stellenwert des Sports in unserer Gesellschaft zu stärken – anstatt ihn als ungeliebten Wurmfortsatz des Bundesheeres zu parken.

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